10.000 Euro für den Kinderschutz - Datteln-Waltrop
Lions Club Datteln-Waltrop unterstützt Einrichtung der Dattelner Kinderklinik

10.000 Euro für den Kinderschutz
Lions Club Datteln-Waltrop unterstützt Einrichtung der Dattelner Kinderklinik
Sie schützt Kinder und Jugendliche vor Gewalt, Missbrauch und Misshandlung – und braucht doch selbst immer wieder Hilfe: Mit 10.000 Euro unterstützt der Lions Club Datteln-Waltrop die Abteilung für Kinderschutz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln.
Für Lions-Präsident Frank Thiem ist die Spende zum Abschluss seines Präsidentenjahres eine persönliche Herzensangelegenheit: „Ich verfolge die engagierte Arbeit der Abteilung bereits seit einiger Zeit. Als Lions Club setzen wir uns zudem insbesondere für Kinder und Jugendliche ein. Für mich war deshalb schnell klar: Dort ist unser Geld bestens investiert.“
Spende deckt Personalkosten
Groß ist die Freude bei Dr. Tanja Brüning, Leiterin der Abteilung für Kinderschutz. „Die großzügige Spende sichert unsere Arbeit“, betont die Oberärztin. „Denn um Fördermittel beantragen zu können, müssen wir immer auch einen Eigenanteil nachweisen. Das funktioniert nur über Spenden.“
Das Geld der Löwen deckt vor allem Personalkosten, sodass das zehnköpfige Team, darunter zwei ärztliche Vollzeitkräfte, weiterhin zum Wohle der Jüngsten agieren kann. Die fachlichen Kompetenzen reichen dabei von Heilpädagogik über Psychologie bis hin zu Sozialpädagogik.
Soziale Medien zunehmend im Fokus
Der Bedarf nach Hilfe ist unverändert hoch: „Rund 1.000 Kinder vom Säuglingsalter bis zum jungen Erwachsenen kommen jedes Jahr zu uns“, erläutert Dr. Tanja Brüning. Abgesehen von den akuten Notfällen existiere bereits eine Warteliste. Die Themen hätten sich dabei im Laufe der Jahre durchaus gewandelt. Neben sexualisierter Gewalt stehe mittlerweile auch Gewalt im Internet oder in den Sozialen Medien im Fokus.
„Bei sexualisierter Gewalt haben mit Sicherheit Missbrauchsfälle wie in Lügde zu einer höheren Sensibilität geführt. Die Gewalt in Sozialen Medien geht hingegen häufig von Jugendlichen, also von der sogenannten Peergroup, aus, indem zum Beispiel Videos geteilt werden, die nicht altersgerecht sind.“ Einer Altersgrenze bei der Nutzung solcher Angebote steht Dr. Tanja Brüning deshalb offen gegenüber: „Das wäre vermutlich ein sinnvolles und zumindest ein klares Signal.“
Unterstützung weiterhin notwendig
Wollen auch Sie die Arbeit der Abteilung für Kinderschutz finanziell unterstützen? Alle Informationen dazu gibt es hier: